DoSomething
Wissen, handeln, verändern.
FUCK FAST FASHION!
Ein Teil der Gesellschaft weiß mittlerweile, wie es um die Textilbranche steht und welche Auswirkungen sie auf Umwelt, Tier und Mensch hat. Dieses Wissen muss sich allerdings noch mehr in der breiten Masse verteilen. Jedem neusten Trend wird nachgejagt, es wird produziert, produziert, produziert, aber es kommt kein Arzt.
Stattdessen wird mit Greenwashing die nächste Marketingwelle geritten und der endlose Strudel des Konsumismus dreht sich weiter.
Es ist noch zu keinem katastrophalen Ende gekommen was den Endverbraucher und die Politik wirklich handeln ließe. Auch wenn schon längst viele Katastrophen wie z.B. die existenzbedrohenden Zustände und Arbeitsbedingungen zu Niedrigstlöhnen in „Fabriken” von Produzenten und Fast Fashion Marken wie SheIn/H&M/Temu/Mango/Primark/Zara etc. bekannt sind.
Das katastrophale Ende sähe eher so aus, dass es keine Massenproduktionen mehr gäbe. Demnach keine Ware in den Lagerhallen der Onlinehändler und Kaufhäusern läge. Demnach keine neue Kleidung die in Massen konsumiert werden könnte und NUR DANN, wäre man notgedrungen darauf angewiesen seine bestehende Kleidung zu erhalten, oder die Straße runter in das Nähatelier zu gehen was kurz vor der Pleite steht.
Am Ende ist es trotzdem immer der Konsument der sich schuldig fühlt. Und diese Schuldgefühle soll er am besten mit zwei, drei neuen Produkten im Warenkorb kompensieren.
Die Großproduzenten werden nicht damit aufhören. Bis der letzte Fluss verseucht, die letzte Fabrik eingebrochen und die letzten Arbeiter auf den Feldern, an den Maschinen und in den Färbereien unter menschenunwürdigen Bedingungen mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit bezahlen.
SIE bezahlen, damit WIR ein Tshirt für 3,99€ kaufen können.
Und wieder fühlen wir uns schuldig.
Damit diese Umstände nicht so bleiben, handeln wir.
SLOW FASHION MOVEMENT & FASHION REVOLUTION!
Das Slow Fashion Movement sowie die Fashion Revolution ist eine immer größer werdende Bewegung von Menschen, die sich für „Selbstverständlichkeiten” wie angemessene Arbeitsbedingungen, hohe Arbeitssicherheit, guten Arbeitsschutz, gerechte Bezahlung, Gründung von Gewerkschaften etc. in den Ländern einsetzen wo die westliche Welt ihre Produktionen hin outgesourced hat.
So lauten die Ziele von Fashion Revolution:
- —Ein Ende der Ausbeutung von Menschen und Umwelt in der globalen Modeindustrie
- —Sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie existenzsichernde Löhne für alle Menschen entlang der Lieferkette.
- —Eine gerechtere Verteilung von Macht und Einfluss innerhalb der globalen Modeindustrie.
- —Eine größere und stärkere Arbeitnehmerbewegung in der weltweiten Modebranche.
- —Eine globale Modeindustrie, die sich für den Erhalt wertvoller Ressourcen und die Regeneration von Ökosystemen einsetzt.
- —Eine Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
- —Ein Ende der Wegwerfmentalität und der Übergang zu einem System, in dem Materialien deutlich länger genutzt werden und nichts verschwendet wird.
- —Die Anerkennung und Wertschätzung von Tradition, Handwerkskunst und lokalem Wissen.
Slow Fashion bedeutet für uns in der westlichen Welt:
- —ein bewusster Umgang mit der Umwelt
- —Re- und Upcycling
- —Kreislaufwirtschaft
- —ein bewusster Konsum von Mode
- —kleine Stückzahlen
- —Nachhaltigkeit durch hohe Qualität und Langlebigkeit der Produkte
- —lokale / regionale Produktion
- —handgefertigte Einzelstücke
WHAT YOU CAN DO:
Slow Fashion
Unterstütze lokale, kleinere HerstellerInnen von Bekleidung in deiner Umgebung.
Sustainability
Ist etwas an deiner Kleidung kaputt gegangen? Gehe zum Änderungsschneider/Schuster um die Ecke und lass es reparieren, oder nimm es selbst in die Hand zuhause oder in Repaircafès. repaircafe.org
Mama Earth
Gehe respektvoll mit der Natur um, indem du Mode nicht im Überfluss konsumierst.
Siegel / Zertifikate
Achte auf Siegel und Zertifizierungen der Produkte. ÖkoTex 100 ist nicht gleich fair produziert, sondern lediglich das Siegel für Schadstofffreie Produktion. siegelklarheit.de
Create Yourself
Kleide dich so wie du es willst und nicht wie der Trend es dir vorgibt!
Who made your Clothes
Es ist wichtig, dass die Näherinnen und Näher in den weiten Teilen der Welt Möglichkeiten haben um sich finanziell absichern zu können. Aber die wenigsten Produzenten setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen, gerechtere Entlohnung oder Sicherheit am Arbeitsplatz ein. Informiere dich, unter welchen Bedingungen die Kleidung produziert wird, die du an deinem Körper trägst.
Support
Unterstütze die ArbeiterInnen vor Ort: cleanclothes.org
Fashion Revolution
Werde Teil dieser Bewegung und nimm deine Freunde mit: fashionrevolutiongermany.de
MATERIAL LEFTOVERS? WE TAKE IT!
Vielleicht hast du noch überflüssiges Material oder Reste die angefallen sind und du weißt nicht wohin damit, aber wegwerfen willst du es auch nicht? Da schaffen wir gerne Abhilfe!
[Dies ist kein Angebot für Entrümpelung, kostenlose Müllentsorgung oder dergleichen ;)]
Melde dich über das Kontaktformular mit dem Betreff „Material”, schicke ein paar Fotos und eine ehrliche Beschreibung dazu. So trägst du live und direkt einen Teil zur Kreislaufwirtschaft bei!
Sehr hilfreich wäre es z.B., wenn du in einem der folgenden Handwerksbetriebe arbeitest, oder anderweitig Bezug dazu hast und dort Restabschnitte etc. anfallen:
- —Tischlereien die noch Vollholz verarbeiten (min. 20 × 8 × 2 cm große Stücke)
- —Große Polstereibetriebe/Polsterwerkstätten/Raumausstatter die Leder-, Polster- und Gardinenstoffreste sowie abgelaufene Stoffkataloge aussortieren (min. 11 × 15 cm große Stücke)
- —Nähereien/Schneidereien/Kostümwerkstätten wo Leder- und Stoffreste anfallen (min. 11 × 15 cm große Stücke)
- —Fahrradwerkstätten wo kaputte Fahrradschläuche und unbrauchbare Fahrradritzel anfallen
- —Großproduzenten/Webereien von Gurt-/Bändern (min. 2,5 × 30 cm)
- —Großproduzenten von Polsterstoffen/Stoffen aller Art/Leder (min. 20 × 40 cm)
Welche Art von Material wir noch verwerten können:
- —Zeltstangen die kein zugehöriges Zelt mehr haben (keine Zelte, nur die Stangen)
- —Bestimmte Kleidung: Jeanshosen/-westen/-jacken, Lederwesten/-jacken, dunkle Sweat/Jersey-Kleidung (schwarz und dunkle Erdtöne ohne große Prints) mit min. 80% Baumwollanteil ab Größe S bis 5XL
- —Telefonkabel (geringelte)
- —Gummikordel (nicht alt, min. 0,4 × 50 cm)
- —Gummizug (nicht alt, min. 0,5 × 100 cm)
- —Druckknöpfe zum Annähen oder zum Anschlagen
- —Reißverschlüsse aller Art von groß bis klein
- —Garn von guter Qualität (140er–100er Garnstärke)
- —Ösen und Nieten zum Pressen
- —Karabinerhaken
- —Schlüsselringe
- —Flaschenrohlinge
- —Büroklammern
- —Sicherheitsnadeln von klein bis groß (golden, silbern oder schwarz)
Material spenden? Melde dich bei uns!
greenvibes@web.de